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Carlos A. Gebauer - Perspektiven für den Rechtsstaat jenseits der Krise(n)

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19:00 Uhr

Carlos A. Gebauer

Loisachhalle, Wolfratshausen

Perspektiven für den Rechtsstaat jenseits der Krise(n)

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Nur ein funktionsfähiger Rechtsstaat mit einer prinzipiengeleiteten Justiz kann die verfassungsrechtlichen Garantien für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung in den entropischen Wirren einer sich machtpolitisch neu sortierenden Welt sicherstellen. Rechtsanwalt Gebauer beschreibt die wesentlichen Bedingungen für die Möglichkeit, dies zu bewerkstelligen.

Nach dem Zusammenbruch des ‚Ostblocks‘ rund um das Jahr 1990 glaubten viele Menschen im Westen, die Weltgeschichte sei an einem Endpunkt angelangt. Ein internationales Zusammenwirken aller Staaten und Völker der Welt in friedlicher Kooperation schien in greifbare und realisierbare Nähe gerückt. Nachdem die globale Arbeitsteilung dann allerdings in einer Menschengeneration die bisherigen wirtschaftlichen Kraftverhältnisse in Frage stellte, kam die lange von den USA beherrschte unipolare Weltarchitektur in eine neue Umbruchphase. Die internationalen Beziehungen und ihre Machtgeflechte sind in eine entropische Unruhe gekommen. Und diese Unordnung zeitigt ihre Folgen auch für die innere Staatsorganisation Deutschlands. Der jahrzehntelang auf Kontinuitäten und Besitzstandswahrungen gegründete Betriebsmodus der Bundesrepublik Deutschland sieht sich ungekannten Schwierigkeiten gegenüber. Inmitten der Herausforderung, die freiheitlich-demokratische Grundordnung in eine multipolare Weltordnung fortzuschreiben, steht der Rechtsstaat mit seinen staatsorganisatorischen und grundrechtsschützenden Garantieversprechen. Seine prozedurale Trägheit scheint im Widerspruch zur Dynamik autoritärer Systeme zu stehen. Die Verteidigung der Rechtsordnung erfordert eine prinzipientreue Justiz. Was das erfordert, soll im Vortrag konturiert werden.

Carlos A. Gebauer ist Fachanwalt für Medizinrecht, Publizist und Buchautor, Justitiar der deutschen Hayek-Gesellschaft und Vorsitzender des Disziplinarsenats am Anwaltsgerichtshof NRW. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit befasst er sich insbesondere mit gesellschaftspolitischen, wissenschaftstheoretischen und kulturwissenschaftlichen Themen. Seine Weltanschauung ist die eines puristischen Liberalen.

Veranstaltung: Patrik Baab

Donnerstag, 12. November 2026, 19:00 Uhr

Patrik Baab

Loisachhalle, Wolfratshausen

Krieg gegen den Iran – Analyse der geopolitischen Lage

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Patrik Baab analysiert die geopolitische Lage im Zusammenhang mit den Kriegswirren im Nahen Osten. Eine immer unübersichtlichere Nachrichtenlage wirft die Frage auf: Steht die Welt vor einem Flächenbrand?

Patrik Baab bespricht in diesem Vortrag die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten aus geopolitischer Perspektive.

Mit dem parallel stattfindenden Krieg in der Ukraine besteht die Gefahr einer überregionalen Eskalation.
Er legt dar, warum er den Krieg gegen den Iran für einen strategischen Fehlschlag der USA und Israels hält, welche Rolle China und Russland im Hintergrund spielen und weshalb aus seiner Sicht der Iran inzwischen die Eskalationsdominanz übernommen hat.

Ein Ausblick darauf, welche Folgen der Konflikt für Europa und insbesondere für Deutschland haben könnte und welche diplomatischen Wege noch offen stehen runden den Vortrag mit einem nachdenklich machenden Resümee ab.

Im Vortrag geht es unter anderem um:

  • die militärische und politische Lage im Nahen Osten
  • die strategischen Ziele der USA, Israels und des Iran
  • die Rolle Chinas und Russlands im Hintergrund
  • die Gefahr eines regionalen Flächenbrands
  • die Auswirkungen auf Energieversorgung, Ölpreise und Europa
  • die Verbindung zum Ukrainekrieg
  • die Frage, ob Deutschland bereits Kriegspartei ist

und ob es überhaupt noch einen diplomatischen Ausweg gibt.

Ein spannender, brandaktueller Vortrag über Krieg, Geopolitik, Macht-Verschiebungen und den Zerfall der alten Weltordnung.

Frühere Veranstaltungen

Veranstaltung: Tom Oliver Regenauer

Donnerstag, 10. September 2026, 19:00 Uhr

Tom-Oliver Regenauer

Loisachhalle, Wolfratshausen

Überwachung, Enteignung, Tokenisierung

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Die Welt, wie wir sie kannten, löst sich auf. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wohlstand, Frieden, Medien, Technologie, Kommunikation, Kulturbetrieb– nichts entgeht den Zäsuren der „vierten industriellen Revolution“. Am wenigsten der Mensch.

Denn das von Paradigmenwechseln korrumpierte Individuum verliert durch die lebensfeindliche Programmatik eines raumgreifenden Transhumanismus nicht nur Orientierung, Eigentum und Freiheit, sondern vor allem den Verstand.

Was in Douglas Couplands Roman „Generation X“ (1991) als „Optionsparalyse“ einer Alterskohorte begann, hat sich zu einer weithin parasozialen Gesellschaft ausgewachsen. Zu einer Pathokratie, in der Menschen mit Gegenwart überfordert werden, um die Zukunft zu vergessen. Kontrolliert, manipuliert und tyrannisiert von einem supranationalen Überwachungsapparat, der seine totalitären Züge immer ungenierter offenlegt.
Nur wer die Methodik und Ziele dieses System versteht, ist in der Lage, ihnen entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund liefert Tom-Oliver Regenauer auch mit seinem neuen Vortrag eine hochaktuelle Standortbestimmung, gründlich recherchierte Informationen und ideologiefreie Analysen, die neben dem Status quo auch konkrete Handlungsalternativen für das souveräne Individuum beschreiben.

Investigativer Journalismus – für Kontext und Konturen.

Veranstaltung: Frau Dr. Krone-Schmalz

Freitag, 22. Mai 2026, 18:00 Uhr

Frau Prof. Dr.
Gabriele Krone-Schmalz

Loisachhalle, Wolfratshausen

Russland und der Westen –
Eine schwierige Beziehung

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Russland und wie weiter? Der russische Einmarsch in die Ukraine ist durch nichts zu rechtfertigen. Jetzt kann es nur darum gehen, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden und eine tragfähige Lösung für die Zukunft zu finden.

Welche Rolle kann Diplomatie spielen? Helfen Sanktionen? Welcher Schaden- welcher Nutzen? Welches sind die Mittel der Wahl?

Es ist die Abwägung zwischen Härte und Abschreckung und Entspannungspolitik. Wie kam es so weit? Und wie steht es um unsere Gesellschaft angesichts existentieller Fragen um Krieg und Frieden?

Krieg beeinflusst das Denken, unsere Sprache und unsere demokratisch geprägten Umgangsformen. Der Respekt vor einer anderen Meinung droht verloren zu gehen, einhergehend mit einer Verrohung des Diskurses und Demokratieverlusts.

Natürlich kann und darf man das alles anders sehen und Waffenlieferungen an die Ukraine als politisch notwendig betrachten oder auch als falsch. Man darf die Friedenskundgebung ablehnen und grundverkehrt finden, ihr aber auch zustimmen. Alles muss sich entlang der Wahrheitslinie bewegen. Warum finden viele nicht die passenden Worte, wenn die Überlegenheit der eigenen Argumente so sicher ist? Wo bleibt die Diskussionskultur mit dem Respekt vor der anderen Meinung, selbst wenn diese falsch sein sollte? Die Sorge gilt der Meinungsfreiheit, einer Säule unserer Demokratie. Die gilt es zu bewahren und zu schützen. Unser demokratisches Gemeinwesen basiert auf Wahlen, Gewaltenteilung, flankiert von Presse- und Meinungsfreiheit.

Frau Krone-Schmalz bietet eine Analyse der bisherigen Entwicklung und richtet den Blick auch vorsichtig in die Zukunft.

Tom Lausen - ENQUETE Talk

Freitag, 13. Februar 2026, 19:00 Uhr

Tom Lausen

Loisachhalle, Wolfratshausen

Sachverständiger in der Corona-Enquete-Kommission
des Bundestages spricht im Format „Enquete Talk“

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Enquete Talk: Gibt es eine Corona-Aufklärung? – Tom Lausen berichtet

Nutzen wir gemeinsam die Chance, dass Tom Lausen als Sachverständiger Datenanalyst dem Gremium angehörte. Im „Enquete-Talk“ berichtet er exklusiv über seine Eindrücke, Einschätzungen und Ergebnisse.

Seien Sie mit dabei! WIR, die von der staatlichen Corona-Maßnahmen betroffenen Bürger haben in Tom Lausen nun einen „Anwalt für unsere Anliegen“.

Vortrag von Tom Lausen, Sachverständiger in der Enquetekommission Corona des Deutschen Bundestages beantwortet im Anschluss seines Vortrags Fragen aus dem Publikum.